Früchte

Diese Seite bietet einen Präsentationsraum für die kreativen Resultate der TheA-Teilnehmenden.

Inspiration → KreA TheA

Bitte schickt Bilder und Texte, kleine Videos sind auch möglich an → g.moder@mensch-kunst-leben.de

Brigitte am  7. April per Mail:

Nachteuenhuhus,

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Corona

 

Die Nacht ist mir vertraut.

Sie ist still.

Mal anschmiegsam,

mal fletschender Reißzahn.

 

Jeder Tag verwirrt mich aufs Neue.

Zuerst angenehm ruhig.

Dann angespanntes Schweigen.

Überall.

 

Anmerkung:

Dieses Gedicht entstand in Resonanz

mit Evas Satz:“Die Armee der Schlaf-

losen wächst.“

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Nicole am  7. April per Mail:

Seitdem ich 1 Jahr lang jeden Tag ein Foto machen wollte, bin ich vor einigen Wochen in der Bearbeitung des Projekts voll eingestiegen. Corona sei dank. Das Projekt,  heißt „1 Jahr 13:59“ und beinhaltet mehrere Teilwerke. Hier nun das erste Ergebnis nach Stunden des Überlegens, Konzepierens, Ausprobierens und der Bildbearbeitung.

1 JAHR 13:59 BLAU 13 x 9


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...und ebenfalls per Mail:

KOSMETIK

„Ich musste bei den Wörtern aus dem Grimmschen Wörterbuch so pusten vor Lachen. Geniale Idee, Fabienne! Dankeschön!“  (ANREGUNGEN VON FABIENNE)  _____________________________________________________________________________________________________

Hildegard am  3. April per Mail:

Hoffnung individuell, Liebe, Dankbarkeit, ehrlich am Geburtstag, achstame Ruhe, doof? Pause ohne Hightech lassen?

→  KreA TheA (Donnerstag 2. April)

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Eva am  3. April per Mail:

 Für den ersten Auszug aus meinem Corona-Tagebuch habe ich viel positives Feedback bekommen. Danke an alle!

Ich schreibe täglich 2,3 Stunden, immer in den Morgenstunden nach dem Aufstehen bei vieeeel Kaffee. Da finde ich die Stimmung am kreativsten und kann mich so richtig eingrooven auf den Text.

Was ich heute geschrieben habe: NOTIZEN AUS DER QUARANTÄNE Vielleicht findet der eine oder die andere seine Gedanken / Gefühle wider.

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Esther am  3. April per Mail:

in der Therapiestunde

machen wir eine Imaginationsübung

ich sehe mich im Liegestuhl liegen

Sand unter meinen Füßen

ich brauche Ruhe

die Stimme von der Therapeutin 

fordert mich auf

nach einem Symbol zu suchen

ich sehe nichts, 

dann doch!

ein Smiley, 

Sie fragt, was sagt denn dieses Smiley?

es sagt, ich bekomme auf meinem Weg

irdische und spirituelle Unterstützung

 

ich komme  nach Hause

ziehe meine Schuhe aus

möchte ein Bad nehmen

ziehe die Socken aus

und…

entdecke ein knallgelbes Smiley

der an meinem Socken klebt

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Gedichte aus der virtuellen Schreibguppe am Donnerstag, 2. April 2020

Zwickzwackerei

Es zwickt
Es zwackt
Es zwickzwackt
Nicht nur der Körper
Nein, auch die Seele
Mit zwickzwackender Ausdauer

Renate

 

Irrenhaus

Die Psychiatrie ist kein Irrenhaus
viele Patienten dort denken darüber nach
wie sie ihre Probleme bewältigen können
trotz chemischer Keule
so weit es geht
wenigstens das passiert dort

Das eigentliche Irrenhaus
ist das überdachte Global Village
Selbstgemachte Kleinhirne die es gerade mal schaffen
nachzuplappern wie ein Papagei
und im gleichen Schritt und Tritt mitzumarschieren
ohne nachzudenken

Ich sehe schwarz
denn anders als gegen Schizophrenie
gibt es gegen selbst gewählte Dummheit
kein Kraut und keine Chemie

Ansgar

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Nicole per Mail am 2. April:

„Was mich wirklich bei der Stange hält, ist Kunst machen. Kunst. Kunst. Kunst.“

 

ERINNERUNGEN (PROTOTY)

Fotografie, 10 x 15

 

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ESTHER OUTSIDE/INSIDE

am 31. März

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Eva am  30. März per Mail:

Krea Thea finde ich eine sehr gute Idee. Ich schreibe seit dem ersten Tag der Quarantäne an einem Corona-Tagebuch und würde gern einen Auszug auf die Seite setzen: NOTIZEN AUS DER QUARANTÄNE

„Jetzt ist die Stunde der Poesie. Der sozialen Kälte können wir nur Poesie entgegensetzen. Bunkerlyrik, Corona-poetry. Poesie trotzt Pandemie. Die Sprache wird sich ändern durch die Isolation. Sie wird radikaler werden. Die Armee der Schlaflosen wächst.“

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Brigitte am  30. März per Mail:

MutZusammenSetzung

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Hari am  30. März per Mail:

Ich habe heute einen kleinen Cat’n-Roll-Video produziert, featuring Jessika in der Hauptrolle: MILCHDECKELKICKER

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Brigitte am  27. März per Mail:

In „Die Zeit“ gibt es die Rubrik „Was mein Leben reicher macht“, die ich sehr mag. Dort beschreiben die Leser Momente in ihrem Alltag, die sie reich machen und stärken.

Gestern hatte ich einen solchen Moment, als ich die Haustür auf- machte und 12 Primeln entdeckte. Dazu war eine Karte gelegt:

 

„Sehr geehrte Anwohner,

bitte geben Sie unseren Pflanzen ein schönes Zuhause.

Leider können wir die Pflanzen, bis zur Wiedereröffnung nach dem Verkaufsverbot, nicht erhalten.

 

Bleiben Sie gesund.

Ihr Hagebaumarkt Germering“

 

Mir hat die fröhlich- blumige Überraschung mein Herz mit Freude angefüllt.

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Gedichte aus der virtuellen Schreibguppe am Donnerstag, 26. März 2020

Nachrichten

eisiger frühling

die primel erfriert. sie hat

nachrichten gehört

(Fabienne)

Gutschein

Träume ich von

Einer Chance

Einem Glück

Einem Bon

Einem Gutschein

Einzulösen im irdischen Himmelsbüro

Sicher zu finden im Land der verwirklichten Utopien

Abzustempeln vom Vertreter des Schutzengelchefs

Noch 20 gesunde schöne Jahre

Für mich und meine Lieben

Und ein gefasster versöhnter Abschied

Im gemeinsamen Kreis

Keine Spur von Notstand

Am besten auf dem ganzen Erdenrund

Nichts als erfüllte Sternschnuppenwünsche

Und eine breite Spur von Paradies

(Renate)

Scheine

Gutscheine und Geldscheine

sind doch nur reine

Versprechen.

Wenn die Versorgungsketten

zusammenbrechen,

dann hätten

alle Scheine dieser Welt

nur den Wert von Klopapier.

Doch dieses wäre dafür

nicht bezahlbar mit Geld.

(Hari)

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ANNA CORANTÄNE

am 24. März 2020

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Ein Gedicht von Wolfgang aus der letzten „Life-Schreibgruppe“ am 19. März 2020

 

Echokammer

Der Rauch der Meinungen

bläht die Segel im Sturm.

Lass uns ein Funksignal senden,

aus der Echokammer der Panik.

Lass uns rausgehen

und Wörter sammeln,

damit wir im Ernstfall

noch Sätze basteln können.

Lass uns die Echokammer verlassen,

durch leere Straßen

und geschlossene Cafés streifen,

auf der Suche nach Signalen.

Der Funke der Vernunft

entfacht den Gegenwind.

Und wenn der Hausmeister klingelt,

biete ich ihm Kaffee an.

Sage aber:

„Das lassen wir jetzt

nicht zur Gewohnheit werden. “

Und lächle verlegen.